Die Money-Management-Strategie

Richtiges Geldmanagement (engl. „money management“) ist bei alles Formen des (online) Handels entscheidend, ganz egal ob beim Aktien-, Index- oder Optionshandel. Erfahren Sie im Folgenden wie eine vernünftige Strategie zum richtigen Management des eigenen Trading-Budgets aussehen kann.

fundamentale-analyseUm eines vorab deutlich zu machen: eine Money-Management-Strategie für Binäre Optionen sollte in irgendeiner Form von allen Tradern verwendet werden. Der Zweck einer solchen Strategie ist es, nicht nur die Gewinne zu maximieren, sondern auch Verluste auf ein niedriges Niveau zu reduzieren. Der schneller digitale Handel ermöglicht es Händlern gleichermaßen, Gewinne schnell anzuhäufen, als auch verhältnismäßig schnell Verluste zu machen. Disziplin ist somit die Grundlage für eine starke Geld-Management-Strategie.

Der Grundsatz einer Geld-Management-Strategie ist die Bestimmung eines festen Prozentsatzes für einzelne Trades. Die 10%-Strategie ist einfach und eine beliebte Wahl unter den Händlern. Angenommen der Trader verfügt über ein Broker-Konto mit €500, so würde er – der 10%-Regel folgend – nicht mehr als €50 pro einzelnen Trade aufwenden. Bei diesem Verfahren ist sichergestellt, dass nie mehr als 50 Euro verloren würden, sollte ein einzelner Trade ausserhalb des Geldes enden. Die Kompensation eines solchen Verlustes ist mit relativ wenig Aufwand zu jederzeit möglich.

Niedrige Minimaleinsätze als Basis einer Geld-Management-Strategie

Geringere Prozentsätze können ebenfalls verwendet werden. Jedoch ist natürlich auch das Gewinnwachstum entsprechend langsamer sein, wenn mit geringeren Investitionen am Markt gehandelt wird. Der Zinseszins-Effekt tritt natürlich weiterhin auf, weshalb in diesem Falle auch gerne von „compounding“ gesprochen wird. Neben der eigenen Präferenz für individuelle Tradevolumina gilt es auch die Bedingungen des eigenen Online Brokers zu beachten. Jeder Broker hat einige minimale Investitionsanforderung an Ort und Stelle, wobei es nach Absprache in der Regel jedoch kein Problem darstellen sollte, eventuelle darunter liegende Mini-Trades auszuführen. Als Einsteiger sollten Sie so niedrig wie möglich kalkulieren, z.B. mit 2% pro Trade, um finanzielle Risiken, die gerade bei Neulingen höher sind als bei erfahrenen Händlern, zu reduzieren. Eine geringe Investitionssumme pro Optionshandel ermöglicht es Ihnen auch, erlittene Verluste im Zeitverlauf wieder zurückzugewinnen, ohne gleich das gesamte eigene Trading-Konto zu plündern.

Achten Sie bei der Brokerwahl auf möglichst niedrige Minimaleinsätze, vor allem wenn Sie Einsteiger sind.

Ein niedriger Einsatz bei risikovollen Optionen ist relativ selbsterklärend. Doch wie sieht es mit dem Einsatz aus, wenn der positive Ausgang des Handels nahezu unumgänglich ist? Sollte die Höhe der Investition in diesen Fällen signifikant erhöht werden? Letztlich gibt es keine pauschale Antwort auf diese Frage. So wie in der Spieltheorie verhalten sich unterschiedliche Marktteilnehmer in der identischen Situation verschieden. Allerdings sollte an dieser Stelle nicht vergessen werden, dass sog. „safe bets“, also Digital-Optionen mit Gewinngarantie, äußerst selten vorkommen und in der Regel immer mit einem Restrisiko kalkuliert werden muss. Vor diesem Hintergrund sollte daher nie mit einem Betrag spekuliert werden, dessen Verlust nicht verschmerzt werden kann.

Eine Grundregel des Aktienhandels besagt, dass Sie nur mit dem Teil Ihres Vermögens handeln sollten, dessen Verlust Sie auch jederzeit verschmerzen können. Es spricht absolut nichts dagegen, diese „Goldene Regel“ auch auf den Handel mit Binären Optionen anzuwenden!

Vielfalt statt Einfalt bei der Wahl von Assets!

Eine ausgewogene Money-Management-Strategie ist jedoch viel weitreichender als die bloße Festlegung eines prozentualen Maximaleinsatzes. Neben der Balance aus Trading-Budget und Investitionshöhe sollte ebenfalls auf die Balance der Anlagewerte geachtet werden. So wie im Aktienhandel auch, sollte keine Werte gehandelt werden, über die der Trader im Grunde genommen nichts weiss. Die Vielfalt im Trading-Portfolio ist der Schlüssel, wie Verluste reduziert werden können. Leider fokussieren viele Binäre Optionen Händler zu sehr auf ihre „Lieblingsanlageklassen“ und die diesen zugrunde liegenden Vermögenswerten. Zwar gibt es an persönlichen Favoriten grundsätzlich nichts auszusetzen, jedoch führt dies mitunter zu einer selbstverschuldeten Begrenzung des Horizonts. Die Fächerung seines Portfolios hin zu anderen Vermögenswerten mag auf den ersten verunsichernd erscheinen. Langfristig ist sie jedoch ein fundamentaler Baustein einer reifen Optionsstrategie und hilft dabei Vermögen aufzubauen und Verluste zu begrenzen.

Eine gesunde Risikobeurteilung ist natürlich nicht nur bei der Frage des Geld-Managements von großer Bedeutung. Jede Binäre Optionen Strategie setzt dies vom Händler voraus. Risikoreichere Geschäfte stellen schliesslich das größte Gefahrenpotential für verlustreiche Geschäfte dar. Höhere Gewinnausschüttungen für risikoreichere Handelstypen sind für jeden Trader eine attraktive Aussicht. Sie können jedoch auch leicht dazu führen, dass einfache Risiken leicht übersehen werden. Dennoch gehören zu einer soliden Geld-Management-Strategie auch gerade solche Optionen, die mit höherem Risiko verbunden sind. Schliesslich bedeuten sie entsprechend höhere Gewinnaussichten, stellen hingegen keine hundertprozentige Verlustgarantie dar! Wagen Sie es daher ruhig auch einmal Experimente. Allerdings sollten diese Investitionen stark begrenzt werden, um die Möglichkeit der völlig erschöpften Mittel innerhalb des eigenen Trading-Konto zu verhindern.

Das eigene Gewinn-und Verlust-Monitoring, sollte ebenfalls fester Bestandteil einer guten Money-Management-Strategie sein. Dieser Prozess des Trackings eigener Gewinne und Verluste ermöglicht es dem Händler seine eigene Performance zu reflektieren und tatsächliche Investitionsergebnisse mit den eigenen Zielen zu vergleichen. Dabei können Probleme festgestellt und korrigiert werden. Die Bereitschaft und das eigene Vermögen auf notwendige Veränderungen reagieren zu können, stellen einen weiteren Baustein einer gut funktionierenden Geld-Management-Strategie dar und sollten in allen Aspekten des Handels mit Optionen berücksichtigt werden.

Eine Money-Management-Strategie sollte ferner aus mehreren Blickwinkeln heraus betrachtet werden. Neben dem primären Ziel von Gewinn und Profitsteigerung, sollten auch etwaige Verluste mit einkalkuliert werden. Allerdings sollte die natürlich Neigung, Verluste zu minimieren, nicht in eine panikartige Angst vor Verlusten abgleiten. Bei einer nachhaltigen Geld-Management-Strategie kommt es weniger auf die individuellen Verluste an, sondern vielmehr auf die Profitabilität des Traders in mittleren (monatlichen) und längerfristigen (halbjährlichen) Zyklen.

Lassen Sie sich durch verlustreiche, individuelle Optionsgeschäfte nicht entmutigen. Bei einem guten Binäroptionshändler werden die Gewinne langfristig die Verluste übersteigen – denn ansonsten gäbe es keine Trader am Markt!

Jede aktive Trader, der bisher über keine durchdachte Geld-Management-Strategie verfügt, sollte ernsthaft darüber nachdenken, seine Vorgehensweise in diesem Punkt zu überdenken. Ein soldide Strategie verhindert ein ständiges „nachschiessen“ von Geld auf das eigenen Trading-Konto erheblich. Das ständige vor Augen führen der eigenen Investitionsziele, der regelmäßige Vergleich von Soll- und Ist-Zielen verhilft zu einem smarteren Handeln am Markt. Geld-Management Fähigkeiten sind in allen Fragen des Investments von enormer Wichtigkeint, der mit Handel mit Binären Optionen stellt hier absolut keine Ausnahme dar.